Marco Hontheim

    13.12.2012

Biografie

Für mich war schon relativ früh klar, dass ich Schlagzeuger werden will. Irgendwie hat mich immer wieder ein innerer Instinkt dazu gebracht, mit Löffeln oder sonstigem Gerät auf Töpfe und alte Persiltommeln zu hauen.

Meine Eltern organisierten mir einen Lehrer bei der Kreismusikschule. Zu meinem Entsetzten durfte ich aber anfangs nur mit der kleinen Trommel spielen. Das war natürlich sehr enttäuschend. Nicko McBrain mit nur einer Snare? Naja, da musste ich wohl durch. Denn schließlich versprach mir mein damaliger Schlagzeuglehrer, nach einem halben Jahr auf die große „Schießbude“ wechseln zu dürfen, aber erst einmal sollte ich alle Basics auf der Snare lernen.

Irgendwann musste dann natürlich ein richtiges Schlagzeug her. Dafür legten meine Eltern und meine Geschwister Geld zusammen. Erfreulicherweise machten einige Kumpels ähnliche Schritte an Ihren Instrumenten.

Es kam was kommen musste: Die erste Band – MONASTERY! Mit dieser Band wurden dann die üblichen Coversongs einstudiert. Vor uns war kein Rockklassiker sicher... Mit den ersten eigenen Songs wurden wir immer selbstbewusster - tatsächlich auch besser, man sollte es kaum glauben. Anscheinend brachten wir in unserer kleinen Eifelwelt damit eine Welle ans Rollen, denn es gab auf einmal jede Menge Jugendliche, die sich in Bands formierten.

Ich habe aber selbst in dieser Zeit nicht aufgehört, in den verschiedensten Musikvereinen - und sogar mit einem Sinfonieorchester - zu trommeln: Hauptsache Schlagzeug spielen war die Devise!

Mit MONASTERY veröffentlichten wir zwei Longplayer und ein Demo: Self Unkown (1996), Monastery (1997), Demo 2000 (2000). Die Musik kann man wohl aus einer Schnittmenge von Thrash und Power Metal bezeichnen. Leider fehlte es uns deutlich an Disziplin. Die Party war mindestens genauso wichtig wie die Musik. Folglich brach die Band nach fast 14 Jahren auseinander.

Mein Musikgeschmack wurde zwischenzeitlich immer extremer und somit formierten wir ein Trio namens DIVINE GENOCIDE. Hier lotete ich meine Grenzen bezüglich Härte und Schnelligkeit voll aus. Die erste Probe war nach gefühlten 10 Minuten wieder vorbei, weil wir immer voll bis an unsere Grenzen gegangen sind. Leider schafften wir es nur, ein Demo aufzunehmen: The Art Of Slaughter... And Other Deadly Pleasures (1998). Dann wurde unser Sänger Guido Wissmann von der schon sehr erfolgreichen Black/Thrash Metalband DESASTER abgeworben. Damit war dieses Kapitel auch beendet.

Ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte, in eine neue Band einzusteigen. In der Eifel kennt halt jeder jeden. Da DIVINE GENOCIDE sich aufgelöst hatten und es mit MONASTERY nicht vorwärts ging, sagte ich zu. TESTOSTERONE OVERLOAD waren geboren. Mit der Band veröffentlichte ich eine CD: Dirty Freak Power Ride (1999). Ich glaube man kann die Musik als eine Mischung aus Garagen- und Hi-Energy-Rock bezeichnen. Die Band brach aber aus persönlichen Gründen relativ schnell wieder auseinander.

Nun stand ich komplett ohne Band da. Ich suchte verzweifelt nach einem neuen musikalischen zuhause. Aber in allen Bands, in denen ich es versuchte, fehlte einfach der Spirit und die Freundschaft unter den Bandmitgliedern.

Dann erhielt ich einen Anruf von Sascha Eigner mit dem ich vorher ca. 12 Jahre in der Metalband MONASTERY gespielt hatte. Er hatte beschlossen, mit Nicholas Müller eine deutschsprachige Punkrockband zu gründen. Da ich aber mit Punk nichts am Hut hatte, habe ich erst einmal abgelehnt. Er ließ aber nicht locker und so bin dann doch zum Proberaum gefahren. Es hat - trotz der unterschiedlichen musikalischen Vorlieben - sofort gefunkt. JUPITER JONES waren geboren. Uns war von Anfang an klar, dass wir es nur auf dem „Arbeiterweg“ schaffen können. Es wurde getourt und Platten in Eigenregie veröffentlicht. Dabei wurde der Schuldenberg natürlich immer größer. Wir hatten wirklich alles (KFZ-Briefe, Versicherungen, usw.) bei der Bank hinterlegt. Wenn die Band gescheitert wäre, hätten wir alle ziemlich lange dafür bluten müssen. Tja - und dann kam „Still“…

Band(s)

Jupiter Jones

Band(s)

Jupiter Jones